Ich habe lange auf Deck gestanden, die Hände am Reling, und nachgedacht. Was nützt der schönste Hafen, wenn keine Schiffe darin liegen? So ist es auch mit dem Heim: Was nützt der Bau, wenn die Menschen nicht hineinströmen wie Möwen dem Fangboot?
Ich denke an alte Freunde. Den Schiedsrichter aus meinen Hockeytagen, der noch mit Trillerpfeife im Flur stehen würde. Den Lehrer, der immer von Reformen schwärmte und mit jeder Tafel Kreide einen neuen Hafen malte. Oder den Musiker, der sein Cello wie ein Ruder hielt.
Aber auch die stillen Kameraden, die lieber zuhören, die Geschichten sammeln wie Muscheln am Strand. Sie alle könnten hier einen Platz finden.
Das Heim, so begreife ich, ist nicht nur für mich. Es ist eine Flotte, die gemeinsam vor Anker geht. Jeder mit eigener Kabine, doch verbunden über die Decks.
Und ich frage mich: Wer wird wohl mein erster Mitsegler sein?
Chor der Griechen
„Er will nicht allein fahren,“ grinst Achill.
„Kein Held überlebt die Einsamkeit,“ stimmt Odysseus zu. „Wir alle brauchen Kameraden.“
„Aber wähle weise,“ mahnt Athene. „Denn nicht jeder, der an Bord geht, hält auch Sturm aus.“
Herakles lacht: „Ach, ein bisschen Sturm hat noch keinem geschadet!“
Der Chor hebt an: „So fragt euch, Leser: Mit wem würdet ihr an Bord gehen, wenn euer Schiff in den Hafen des Alters einläuft? Wer hält eure Leinen? Wer trägt euer Gepäck? Die Antwort formt das nächste Kapitel: Die Kombüse, wo Gemeinschaft gestärkt wird.“
